Eucerin Banner

Sommersprossen – wie frühere Generationen die Pigmentflecken bekämpften

Kind mit SchmetterlingDie einen lieben sie, andere hassen sie – Sommersprossen. Sie werden vor allem durch Sonnenbestrahlung hervorgerufen und in ihrer Farbintensität verstärkt. Die Veranlagung ist erblich und kann nicht beeinflusst werden.Besonders zahlreich sind sie meist bei Personen, die zum sogenannten keltischen Hauttyp gehören. Merkmale: rote Haare, helle Haut und meist blaue Augen. Bei diesem Hauttyp produzieren die Melanozyten lokal mehr Melanin als üblich, das sich dann in der Oberhaut ablagert. Die Anhäufung des Farbstoffes bildet die typischen kleinen, scharf gegen die Umgebung begrenzten Hyperpigmentierungen, die vor allem an den Sonnenlicht ausgesetzten Körperregionen auftreten.

Ungeliebte Pünktchen

Im Frühling und im Sommer treten Sommersprossen besonders stark hervor, während sie in den Wintermonaten verblassen. Sommersprossen sind keine Krankheit und verursachen weder Symptome noch Komplikationen. Allerdings entsprechen sie nicht dem Ideal der glatten, gleichmäßig getönten Haut. Daher versuchten vor allem Frauen in vergangenen Jahrhunderten ihre Haut zu bleichen. Sie haben ihre Haut mit giftigem Blei und Quecksilber, vermischt mit Eiweiß, Zitronensaft, Milch und Essig behandelt.

Giftige Bleichmittel

Von der Antike an bis ins Mittelalter wurde das Gesichts-Make-up der Europäerinnen aus Bleiweiß hergestellt, so dass es die Oberfläche und Farbe der Haut vollständig verdeckte. Bleiweiß ist ein künstlich hergestelltes Bleipigment mit einer aufhellenden Wirkung. Allerdings ist die weiße Paste toxisch und führte bei ihren Anwenderinnen zu einer schleichenden Vergiftung. Lähmungen, Blutarmut und Störungen der Nierenfunktion waren nicht selten. Um die Wirkung von Bleiweiß noch zu steigern, wurde die Paste auch noch mit Quecksilber versetzt. Auch Quecksilber besitzt eine bleichende Wirkung, ist aber ebenfalls giftig und kann unter anderem zu Hautschäden und Haarausfall führen.

Effektiv gegen Pigmentflecken

In Asien verpönt

In China und Japan benutzten die Frauen eine ähnliche Palette weißer Gesichtsfarbe. Im Japan des neunten bis zwölften Jahrhunderts trugen die Frauen einen dicken Kalkpuder auf, der aus Reismehl (und später Bleiweiß) hergestellt wurde. Noch heute legen japanische und chinesische Frauen Wert auf helle Haut. Makellose, weiße Haut ist nach wie vor das Schönheitsideal, Sommersprossen sind verpönt.

Hausmittel und Alternativen

Später trugen Frauen auch den Saft von Johannisbeeren oder Schneckenschleim auf ihr Gesicht auf, um ihre Sommersprossen aufzuhellen – ohne Erfolg. Immerhin gelten diese Hausmittel als gesundheitlich unbedenklich: Am Abend auf die gereinigte Haut Gurkensaft auftragen und trocknen lassen, das kann auf unschädliche Weise bleichend wirken. Die Naturheilkunde empfiehlt die Blätter der Heilpflanze Hauswurz. Für eine Auflage auf einer Seite der Blätter die dicke Haut abziehen. Die Blätter mit der abgezogenen Seite eine Stunde lang auf die Sommersprossen legen. Eine sichere und vor allem wirksame Alternative sind dermatologische Produkte mit dem Wirkstoff B-Resorcinol (EVEN-BRIGHTER, Eucerin), das die Melaninproduktion in der Haut hemmt.
Foto: Ramona Heim – Fotolia.com

Ähnliche Beiträge: