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Fleckenkunde – woher haben Muttermale und Co. ihre Namen?

Fleckenkunde – woher haben Muttermale und Co. ihre Namen?Muttermal, Sommersprossen, Leberfleck – für Hyperpigmentierungen und Pigmentflecke gibt es zahlreiche volkstümliche Bezeichnungen, die mit ihrer Entstehung und medizinischen Bedeutung nichts zu tun haben. Auch ranken sich viele Legenden um die bräunlichen Sprenkel.

Muttermal – unerfülltes Verlangen

Warum wird ein brauner Fleck ausgerechnet Muttermal genannt und nicht Vatermal? Im späten Mittelalter glaubten die Menschen, dass jedes unerfüllte Verlangen einer schwangeren Frau zu einem Muttermal bei ihrem Kind führen würde – wegen der innigen Verbindung zwischen Mutter und Kind. Ein weiterer Aberglaube war das Erschrecken von Schwangeren, von dem man annahm, das es negative Wirkungen auf das Ungeborene hat. Es könnte hässlich werden oder Male erhalten, so die Befürchtung. In der Bedeutung als Fleck oder Zeichen geht das Wort Mal auf das mittelhochdeutsche „Mal“ zurück. Manchmal werden Male auch Pfefferflecken genannt, vermutlich wegen ihrer Farbe und Form.

Leberfleck – eine Störung der Leber

Der medizinische Name „Macula hepatica“ bezeichnet übersetzt einen Fleck mit einer bräunlichen, leberähnlichen Färbung. Früher glaubte man, dass eine Störung in der Leber die Flecken verursachen würden. So führte der berühmte Arzt und Alchemist Paracelsus in der Mitte des 16. Jahrhunderts unnatürlich erscheinende Hauterscheinungen auf eine kranke Leber zurück. In der spirituellen Sehweise stehen Leberflecke für Verletzungen im früheren Leben. Eine weitere Blüte aus der esoterischen Weltsicht ist, dass die Verteilung der Male im Gesicht und Körper Rückschlüsse auf den Charakter zulässt. Da kann dann ein Leberfleck am Kinn auf stetig wachsenden Wohlstand hinweisen.

Effektiv gegen Pigmentflecken

Sommersprossen – Regen und Erdgeister

Für die lustigen Punkte sind im Laufe der Zeit viele Namen entstanden. So werden sie im Schwarzwald als „Riesele“ (von Riesel = Niederschlag) bezeichnet. Früher wurde kleinen Kindern sogar verboten in den Regen zu gehen – aus Angst, es könnten sich Sommersprossen bilden. In anderen Gebieten Deutschlands heißen Sommersprossen „Märzflecken“, weil sie sich mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühling bilden und im Winter wieder verblassen. Die jahreszeitliche Zusammensetzung Sommersprosse entstammt dem einfachen älteren Substantiv sprozze, dem zur Verdeutlichung das Substantiv Sommer vorangestellt wurde. Alten naturmagischen Legenden zufolge handelt sich Sommersprossen ein, wer sich mit bösen Erdgeistern einlässt.

Foto: Schiddrigkeit – Fotolia.com

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