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Fleckenkunde – Pigmentmale und Hautkrebs

Fleckenkunde – Pigmentmale und HautkrebsGrundsätzlich sind Pigmentstörungen wie Altersflecken und Sommersprossen harmlos. Muttermale im Prinzip auch, sie können allerdings entarten und zu Hautkrebs führen. Daher ist es wichtig,
die Haut immer wieder regelmäßig zu betrachten und auf Veränderungen zu überprüfen. Das gilt besonders für die dem Sonnenlicht ausgesetzten Bereiche.

Flecken immer beobachten

Gerade bei bösartigen Erkrankungen der Haut, die sich sichtbar entwickeln, bietet die regelmäßige Selbstbeobachtung der Haut die Chance, Krebs in einem frühen Stadium zu entdecken. Dann
kann er fast immer geheilt werden, bevor er sich ausbreiten kann und lebensbedrohlich wird. Das gilt besonders für die gefährlichste aller Hautkrebsarten, den Schwarzen Hautkrebs (malignes
Melanom).

ABCDE-Regel

Um ein malignes Melanom frühzeitig zu erkennen, lässt sich die ABCDE-Regel anwenden:

  • A (Asymmetrie): Auffällig ist ein Fleck, der in seiner Form nicht gleichmäßig rund oder oval aufgebaut ist
  • B (Begrenzung): Ein Pigmentmal sollte scharf und regelmäßig begrenzt sein. Eine unscharfe, verwaschen wirkende Begrenzung sowie unregelmäßige Ausfransungen oder Ausläufer an einem
    Pigmentmal sind Anlass zur Vorsicht
  • C (Colour = Farbe): Muttermal mit mehreren Farbtönungen
  • D (Durchmesser): Ein Pigmentmal, dessen Durchmesser größer als 5 Millimeter ist, sollte stets beobachtet werden
  • E (Erhabenheit): Vorgewölbte und ertastbare Muttermale

Verdächtige Auffälligkeiten

Weitere Warnsignale, die auf Schwarzen Hautkrebs hinweisen können: Ein Mal ist dunkler und hebt sich deutlich von anderen Malen ab, ein Pigmentmal verändert die Farbe, wird heller oder
dunkler, nach jahrelangem Stillstand wächst ein Muttermal plötzlich wieder sichtbar, ein Mal brennt, juckt oder blutet sogar. Auch überdurchschnittlich viele Pigmentmale (mehr als 40) erhöhen
das Risiko. In jedem Fall gilt: Sollte Ihnen etwas verdächtig vorkommen, sofort einen Arzt aufsuchen.

Effektiv gegen Pigmentflecken

Gesetzliche Früherkennung

Eine wichtige Früherkennung von Hautkrebs ist die jährliche Kontrolle. Die gesetzlichen Krankenkassen bieten ihren Mitgliedern ab 35 Jahren eine standardisierte Untersuchung der gesamten
Körperoberfläche (Hautkrebs-Screening) an. Dabei überprüft der Arzt die Haut am ganzen Körper einschließlich der Kopfhaut. Wenn der Hausarzt das Screening durchführt und verdächtige Male
entdeckt, überweist er den Patienten zur Abklärung an den Hautarzt. Dieser wiederholt die Untersuchung erneut. Zur Beruhigung: Die meisten Befunde werden als unverdächtig eingestuft.
Bestätigt sich allerdings der Verdacht, entnimmt der Hautarzt eine Gewebeprobe und schickt sie ans Labor. Erst hier erfolgt eine gesicherte Diagnose. Wird Hautkrebs früh erkannt, ist er fast
immer heilbar.

Foto: Alexander Raths – Fotolia.com

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