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Fleckenkunde – Muttermal

Fleckenkunde – MuttermalEine weitere häufig auftretende Pigmentstörung sind Muttermale. Die Veranlagung dazu wird oft vererbt und kommt dann familiär gehäuft an der gleichen Hautpartie vor. Wegen ihrer bräunlichen Farbe werden Muttermale auch oft als Leberflecken bezeichnet – obwohl sie mit der Leberfunktion nichts zu tun haben.

Übermäßiges Wachstum

Bei Muttermalen handelt es sich um eine Ansammlung pigmentreicher Zellen. Bei Leberflecken liegt keine Überproduktion des dunklen Hautfarbstoffes Melanin vor. Die Überpigmentierung entsteht durch übermäßiges Wachstum der pigmentbildenden Zellen, die dann zusammenklumpen. Nävuszellnävi lautet der medizinische Fachbegriff für diese Art von Pigmentstörung. Muttermale erreichen unterschiedliche Größen, wirken hellbraun bis fast schwarz, gelegentlich sind sie sogar behaart.

Angeborene Muttermale

Zum Teil sind Muttermale bereits bei der Geburt vorhanden. Mediziner nennen sie kongenital (lat. congenitus, zusammen geboren, zugleich entstanden) Die Merkmale dieser Pigmentflecken: meist scharf abgegrenzt und gleichmäßig pigmentiert, zunächst flach wachsend, später können sie sich über die Haut erheben, Farbe oft braun bis dunkelbraun, häufig recht großflächig und mitwachsend. Wie jedes Muttermal sollten diese Flecken ständig beobachtet werden.

Effektiv gegen Pigmentflecken

Erworbene Muttermale

Die anderen Muttermale bilden sich erst im Kindes- oder Jugendalter. Jeder erwachsene Mitteleuropäer besitzt im Durchschnitt rund 20 dieser Muttermale. Ihre Merkmale: eher blasse Färbung, flach oder auch über die umgebende Haut erhaben, manchmal vermehrte Behaarung. Hellhäutige entwickeln oft mehr Leberflecken als dunkelhäutige Menschen. Grundsätzlich sind gutartige Muttermale medizinisch nicht gefährlich, sie können allerdings das Erscheinungsbild stören und zu einer psychischen Belastung für die Betroffenen werden. Eine Therapie ist also unnötig, es sei denn die Betroffenen wünschen aus ästhetischen Gründen eine Behandlung. Dann kann das Muttermal operativ entfernt werden. Diese Eingriffe sollte immer nur ein Hautarzt vornehmen.

Ständig beobachten!

Im Gegensatz zu Altersflecken können gutartige Muttermale entarten. Deshalb darf man nicht selbst an ihnen herumhantieren und mechanische Irritationen wie z.B. Kratzen sollten vermieden werden, da dies u.U. eine krebsartige Entartung begünstigen kann. Leberflecke sollten einmal im Jahr vom Hautarzt begutachtet werden, um eventuelle Veränderungen schnell zu erkennen. Verdacht auf Hautkrebs besteht, wenn ein Muttermal eines der folgenden Merkmale erfüllt: plötzliche Neubildung im Erwachsenenalter, Neigung zu spontanen Blutungen, entzündlicher Hof um das Muttermal, langsame, unregelmäßige Ausbreitung in die Umgebung und Änderungen der Färbung (vgl. auch ABCDE-Regel, Text 9). Bei diesen Warnzeichen unbedingt einen Arzt konsultieren.

Foto: iggyphoto – Fotolia.com

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