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Fleckenkunde – warum werden wir braun und warum manchmal nur fleckig?

Fleckenkunde – warum werden wir braun und warum manchmal nur fleckig?Die Haut ist unser größtes Organ, sie bedeckt beim Erwachsenen eine Fläche von rund 1,7 Quadratmetern, misst selbst an den dicksten Stellen nur wenige Millimeter und ist mit etwa einem Sechstel des Körpergewichts auch noch das schwerste Organ des Menschen. Möglichst makellos soll sie sein.

Clevere Hülle

Früher oder später stellen fast alle Menschen in ihrem Gesicht braune Stellen fest, die sogenannten Pigmentflecken. Verantwortlich dafür sind die Pigmentzellen der Haut. Sie sitzen in der dünnen Oberhaut (Epidermis). Darunter liegt die etwas dickere Lederhaut (Corium) und die Unterhaut (Subcutis). Die Oberhaut ist die äußere Hülle des Körpers und schützt vor Verletzungen. Dort finden sich verschiedene Zellen: Die Schicht, die der Lederhaut am nächsten liegt, besteht aus einer einzigen Lage von Basalzellen. Sie teilen sich ständig und wandern dann als Stachelzellen nach oben. Während ihrer weiteren Wanderung werden sie zu Hornzellen, die zusammen mit speziellen Lipiden die äußere Hornschicht der Haut bilden. Alle drei bis vier Wochen erneuert sich auf diese Weise die Oberhaut vollständig.

Sonnenschirm der Haut

Die Pigmentzellen (Melanozyten) geben der Haut ihre spezifische Färbung. Jede Pigmentzelle hat über 30 kleine Arme (Dendriten), die in direkter Verbindung mit den Stachelzellen stehen. Sonnenlicht regt nun die Pigmentzellen in der Oberhaut an, braunen Farbstoff (Melanin) zu produzieren. Dieser Farbstoff gelangt über die kleinen Arme, die mit den Stachelzellen verbunden sind, direkt in diese Zellen und reflektiert und absorbiert schädliche UV-Strahlung und schützt die epidermalen Zellen und deren DNA. Die so eingefärbten Stachelzellen lassen die Haut braun erscheinen. Da sich im Laufe von etwa vier Wochen die Zellen der Oberhaut erneuern, geht mit jeder abgestoßenen alten, eingefärbten Zelle auch der braune Farbton der Haut verloren.

Effektiv gegen Pigmentflecken

Unerwünschte Überproduktion

Viele Menschen bräunen aber nicht gleichmäßig. Je nach Veranlagung und Hauttyp kann es zu einer Überproduktion von Melanin kommen. Sowohl übermäßige UV-Strahlung als auch Hormone (z. B. durch die Anti-Baby-Pille) regen die pigmentbildenden Zellen verstärkt an. Hierbei bilden die Melanozyten u.U. auch in manchen Hautarealen vermehrt Melanin: Der braune Farbstoff verteilt sich nicht mehr
gleichmäßig, sondern setzt sich als bräunliche Flecken auf der Haut ab. Meistens im Gesicht, auf dem Handrücken und Dekolleté und an den Unterarmen. Aus medizinischer Sicht sind diese Pigmentstörungen harmlos, aber viele Frauen empfinden sie als kosmetisches Problem.

Foto: Yuri Arcurs – fotolia

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